Das Ding mit der Verantwortung

Verantwortung. Geht es Ihnen wie mir, resp. meinem Bauch, wenn Sie hören, man soll jetzt mal wieder Verantwortung übernehmen? Oder sich nicht aus dieser stehlen? Bekommen Sie dann auch so ein Kribbeln in der Magengegend? Weil, Verantwortung wird heutzutage ja nur noch wenig übernommen. Ist irgendwie uncool geworden. Man gibt sie dann lieber ab, wenn es dicke kommt. Und zwar am liebsten schnell.

Erstaunlich verhält es sich dann meistens genau diametral. Sprich, die, die am lautesten danach schreien, und geschrien danach wird viel und oft, nehmen sie selber dann lieber nicht so gern war. Ist ja auch einfacher, sie zu delegieren. Vorallem bequemer. Man müsste ja sonst beginnen, mit sich selber auseinander zu setzen. Und dieser Prozess, dass kann ich Ihnen flüstern, ist ein nicht ganz einfacher. Ich schwör. Sie lernen Seiten an sich kennen, die sie so lieber nicht gesehen hätten. Analog den ausgebeulten Altherrenshorts, resp. dem, was da mitunter so raushängt. 😉 Gewisse Bilder wird man nicht mehr so schnell los……..

Ich übernehme Verantwortung. Zunächst mal und ausschliesslich für mich. Alles andere geht ja wohl kaum. Man kann keine Verantwortung für andere Menschen übernehmen. Ausser diese befinden sich noch im absoluten Kleinstkinderstadium oder am anderen Ende der Skala, sprich Volldement. Alles dazwischen muss dies schon selber tun. Sonst könnte jeder Irre sauber argumentieren, er dürfe nicht dafür bestraft werden diese alte Oma niedergeknüppelt und deren Handtasche gestohlen zu haben, weil es hat ja niemand für ihn die Verantwortung übernommen. Und da musste er halt. Oder ganz lässig finde ich diejenigen, die argumentieren, man sei für alles was jetzt passiert verantwortlich, weil sowieso an allem Schuld und überhaupt. Man hätte ja keine Verantwortung übernommen. Sauber delegiert. Zum Glück tickt die Welt nicht ganz so einfach.

So wie heute Mittag an einem starkbefahrenen Kreisel in der Stadt, der von einem Tram geschnitten wird. Eine Dame bremste etwas zu spät und zu forsch, die zweite Dame dahinter garnicht mehr und schob damit die Vorderfrau, mehr oder weniger galant, ins Tram. Mitsamt Auto. Beide Damen während des Vorfalls am Handy. Und jetzt, was glauben Sie, fanden für Diskussionen im Tram statt? Genau. Schuld an Allem sei der Tramchauffeur. Weil der seine Verantwortung nicht wahrgenommen hätte und einfach so in den Kreisel gefahren sei.

Manchmal bleibt sogar mir die Sprache weg…..zum Glück nur selten.

Die Sache mit dem Bauch

Zugegeben. Es gibt ästhetische und weniger ästhetische. Ab einem gewissen Alter nur noch, Dings, weniger. Also eigentlich gibt es überhaupt keine Ästhetischen. Das können Sie drehen und wenden wie sie wollen. Weder an männlichen noch weiblichen Wesen. Ob es an weiblichen Wesen überhaupt welche gibt, kann ich nicht sagen. Hatte noch nie das Vergnügen. Wobei, ein Vergnügen ist es ja nun wirklich nicht. Weder noch. Auch wenn es, wie immer und alles, im Auge des Betrachters liegt.

Aber wenn es mein Auge ist, das da betrachtet, dann liegt es weniger darin, als mir auf dem Magen. Respektive der Zunge. Weil, ich würde dann immer gerne etwas sagen. Jetzt, die, die mich kennen, wissen, ich hab auch schon. Also nicht gehabt, aber was gesagt. Ganz vorsichtig. Über Umwegen. Aber ziemlich direkt. Ob er das Gefühl habe, das ihm das steht? Und er schon mal was von Stil gehört hat? Und wenn ja, wie er DASS damit und sich vereinbaren könnte? Meinte er doch tatsächlich, ja. In beiden Fällen. Und darum sei es auch aus Leder. Sehe doch gut aus. Oder nicht? Meine Meinung? Eher „oder nicht“.

Von was ich spreche? Nicht von Bäuchen. Also nicht direkt. Lieber nicht. Weil, hatte ich auch schon einen. Leider. Jetzt nicht mehr. Also fast. Wenn überhaupt, dann nur noch einen ganz kleinen Rest. Und der schmilzt auch noch. Gott sei Dank. Aber ich spreche ja nicht von Bäuchen. Schon gar nicht von meinem. Sondern von dem, was zuweilen unten dran hängt. Mehrheitlich bei Männern. Vorallem bei Älteren, über 60zig oder so, fällt mir das immer wieder auf. Da hängt ja so einiges. Altersbedingt. Sieht man im Sommer ab und zu. Oder in der Badi. Älterer Herr in Shorts. Ausgebeult. Mit viel….nun ja, sagen wir Freiraum. AUA. Glauben Sie mir, Sie wollen es nicht sehen. Und wenn doch? Zufällig? Temporäre Blindheit. Zumindest bei mir. Nur mit einer sofortigen Überdosis Alkohol zu bekämpfen. Vonwegen aus dem Gedächtnis löschen. Sofort. Aber ich schweife wieder einmal. Nämlich ab. Das, von was ich spreche und da an oder unter den Bäuchen von mehrhetlich männlichen Wesen, hängt, ist das……Handytäschchen!!

Mein Gott, ich bitte Sie. Wo bleibt da Ihre Würde? Oder das Gefühl für Stil?? An einen Gürtel gehört was? Na? Genau. Nichts! Weder Handytäschchen, noch Sackmesser noch sonst etwas. Ausser Sie sind bei den Navy Seals oder Special Forces, oder was auch immer in der Art. Dann gerne ein paar volle Magazine oder Handgranaten. Aber sonst? Nix. Niemals. Aber nicht, dass Sie jetzt mit Handgranaten durch die Gegend laufen….Stecken Sie es in die Jackentasche. Dann aber nur ein ganz dünnes. Oder tragen Sie es in der Hand. Oder, noch besser, lassen Sie es zuhause. Laufen Sie mal wieder offenen Auges durch die Welt. Zur Not tut’s auch nur die Stadt. Und begegenen Sie. Fremden Menschen, sich selber, der Natur, einem rabiaten Tramchauffeur, oder was auch immer. Sie können nur gewinnen. Also mit Ausnahme des Tarmchauffeurs. Die gewinnen immer. Aber der Rest. Da gewinnen Sie.

Den, dem ich unlängst begegenet bin und darauf angesprochen habe, hat jetzt übrigens auch keines mehr. Er hätte sich meine Frage überlegt und sich im Spiegel betrachtet. Ich hätte recht. Es sehe doch etwas, nun ja, speziell (ich meine bescheuert!) aus……sagts, zahlt seinen Kaffee, steht auf und greift sich…….

……sein Herrentäschchen. Solche, die man mittels Schlaufe an der Hand trägt. Ich fürchte, der Weltuntergang ist nah…

Richtige Männer haben Eines

Wir gerieten uns darob fast in die Haare. Weil ich behaupte, ein jeder richtige Mann hat Eines. Und sie findet das nur gruusig. Wir mussten eine Extraschlaufe einlegen auf unserem Spaziergang, um dieses Thema auszudiskutieren. Und benötigten dabei sogar noch externe Unterstützung. Ok, ich gebe ja zu, weil mir begannen die Felle, sprich Argumentationen, davon zu schwimmen. Also Flucht nach vorne. Fremde Männer angesprochen und auf Solidaritätsbekundungen gehofft. Pustekuchen. Er hatte auch Keines. Respektive, Dings. Er hatte natürlich schon Eines. Wie sie auch. Aber aus Papier. Ich bitte Sie. PAPIER. Kein Wunder, stehen wir vor dem Untergang des Abendlandes.

Wir reden über modische Assesoires, resp. die Grundausrüstung, über die ein jeder echter Kerl verfügen muss: Witz, Charme, Frechheit und Charisma!! Und ab und zu eine Whisky-Fahne. Aber bitte mindestens 20 Jahre alter……. 😉

Also das auch. Aber natürlich reden wir vom Sackbefehl. So, nicht gleich in Panik geraten jetzt. Menschen, die in der Schweiz Militärdienst geleistet haben wissen, von was ich rede. Taschenmesser und Nastuch. Hier auch „Schnudderlumpen“ genannt. Taschenmesser ist klar. Gibt grosse und kleine, stilvolle und weniger. Item. Aber bei den Nastüchern gibt es kein Pardon. Sauber gefaltet und aus Stoff haben die zu sein. Und sie dienen, entgegen der Bezeichnung, nicht zum Schneuzen. Sondern dazu, Madame ein Tuch reichen zu können, falls nötig. Zum Beispiel um eine 5qm grosse Wasserpfütze abzudecken, damit Madame trockenen Fusses passieren kann. Oder um eine Blinddarmoperation durchzuführen und den Patienten danach damit fachgerecht zu verbinden. Oder um damit als Notsegel über den indischen Ozean zu segeln. Sie verstehen, von was ich spreche, nicht wahr? Wirklich? Auch zwischen den Zeilen?

Ich erinnere mich noch, wie ich von meinem Vater mein Erstes bekommen habe. Anlässlich meiner Kommunion. Damit ich Tante Lehnchen die Tränen der Rührung trocknen konnte und damit grossen Reibach machte 😉 Oder daran, wie er im Sommer daraus eine veritable Kopfbedeckung knüpfte. Die mit je einem Knoten in einer Ecke. Dazu ausgebeulte Shorts und-geleiertes Unterhemd. Die Älteren unter uns erinnern sich an diese Bilder. Aus eigener Erfahrung in ihrem Umfeld. Ich schwör. Aber Madame hält nichts von Traditionen. Zumindest nicht von solchen, in denen Stoffnastücher eine Rolle spielen. Und hat meines zuerst gekapert und dann, als ich abgelenkt war, verschwinden lassen. Weil: Gruusig! Nun gut. Ich begann mich schon damit abzufinden. Vonwegen alte Traditionen über Bord und so…bis wir spätabends in einem Tanzcafè landeten. Dort wurde argentischer Tango gespielt. Und einige Pärchen übten sich im klassischen Schwofen…ein schönes Bild. Madame begann zu schmachten.

Also auf einmal doch Traditionen. Und das mit dem Nastuch bekomme ich auch noch hin!

Alles richtig gemacht

Die Welt ist eine Wüste. Eine Servicewüste. Also gut, vielleicht nicht die ganze Welt, aber ein grosser Teil. Also mindestens in Zürich. Aber das wissen Sie ja, denke ich mir. Jeder macht so seine Erfahrungen, nicht wahr? Und man stumpft ab. Statt man sich über fehlenden oder mangelnden Service beschwert, nimmt man in stoisch zur Kenntnis und freut sich tierisch, wenn es mal andersrum kommt. Und Sie finden das in Ordnung? Nun gut.

Gestern wurde ein neues Handy fällig. Weil, alte Brücken abgebrochen. Darum neue Nummer, resp. alte Nummer reaktiviert. Ist ja nicht so wichtig. Wichtiger ist….Dings. Ich war drei Stunden ohne….Jetzt, wer mich kennt…Drei Stunden? Das ist ungefähr wie ein ausgehungerter Pittbull auf dreiwöchiger vegetarischer Diät. Ich weiss, ich arbeite daran. Nicht am Pittbull…an mir und meinen Süchten 😉

Also, neues Handy. Und ab damit, in ein Café. Konfigurieren. Sprich alles wieder in Betrieb nehmen und meine Daten benutzbar machen. Was mit gewissem Aufwand, aber dennoch relativ leicht gelang. Sprich, Erlösung. Und sofort wieder mit der Welt da draussen kommuniziert. Motto: Ich bin wieder Online. Bis zu dieser ominösen SMS. Paff. Nichts ging mehr. Den Sperrcode, den ich bis dahin zigmal benutzt und der auch funktioniert hat, tat letzteres auf einmal nicht mehr. Ich sag nur…..Pittbull!!! Auf vegetarischer Psychose. Und da abgemacht, quasi mit meiner Vergangenheit, konnte ich den Ort nicht verlassen, weil ja nicht mehr erreichbar. Also warten. Man kann ja um Rat fragen. Gefragt hat dann er, der Besuch. Dies und das und jenes. In der Zeit verloren. Bis auf einmal, Du, habe vorhin versucht Dich zu erreichen, nicht gesehen? Hast Du neue Nummer? Somit wieder beim Thema. Jetzt kurzer technischer Einschub. Man kann diesen Sperrcode umgehen, und das Handy neu aufsetzen. Es braucht dazu aber zwingend einen PC. Was wir nicht hatten. Aber wir ja in Zürich. Sprich Zivilisation. Und einen Shop mit einer grossen Frucht im Logo. Hier werden Sie geholfen. Also nichts wie hin. Ist ja auch erst 19:45 Uhr.

Zürich, Weltstadt. Zumindest der Anspruch. So tönt es. Wir waren 19:55 vor der Türe. Der verschlossenen.

> Weil wir schliessen um 20:00 Uhr
> Ja, dann habe ich ja noch 5 Minuten für meine Frage
> Eine technische Frage?
> Ja, ich habe….
> Die Techniker sind schon weg
> ….mich aus meinem…
> Sie müssen einen Termin mit einem Techniker abmachen
> …..aus meinem Handy ausgesperrt….
> Online! Sie müssen den Termin ONLINE abmachen
> Online? Ohne Handy? Können Sie mir keinen Tipp geben? Vielleicht gibt es eine geheime Tastenkombination?

Es zog sich noch etwas hin. Und man konnte nicht. Man wies mich noch einmal auf die Möglichkeit hin, ONLINE einen Termin abzumachen. Worauf ich mich umdrehte und abwinkte. Und dieses Abwinken rief den Storemanager auf den Plan. Warum ich jetzt so abwinke?? Man hätte doch wirklich Alles richtig gemacht…..

Nur nicht mein Problem gelöst. Abends um 19:55, in einer Weltstadt, wie Zürich. Zum Glück hat man Freunde. Auf der anderen Seite des Flusses. In einem Kleiderladen. MIt PC. Und genügend Zeit und Lust, mir bei einem Bier mein Problem zu lösen.

Danke, ich liebe Euch.

Gras-Spiele

Ich geb’s ja zu. Ganz so offengeistig wie ich immer schreibe, bin ich dann doch nicht. Also ich bin nicht ganz offengeistig, in meiner Haltung. Offengeistig schreiben tu ich aber schon. Verstehen Sie’s? Nicht? Ich auch nicht. Macht aber nichts. Weil, es geht ja eh nur um die Olympiade.

Das Olympiade ist, bekomme ich so ganz am Rande mit. Aus dem Radio. Weil TV schaue ich nicht. Ich schaue Radio. Ab und zu. Also Olympiade. Irgendwo in Russland, scheinbar. Oder Brasilien? Oder in der Arktis? Wo’s Schnee hat, halt. Also auf dem Boden. Das es hie und da auch Schnee in den Nasen hat, ist ein böses Gerücht. Und das stammt nicht von mir. Ich schwör.

Also nicht nur das ich fast nichts von der Olympiade mitbekomme, nein, ich kann mich auch nicht mit den neuen Sportarten anfreunden. Vermutlich bin ich zu alt. Oder zu traditionell. Oder out. Oder Alles zusammen. Aber für mich ist Winterolympiade Bobfahren, Skispringen und Abfahrtsrennen. Ganz selten mal Eisschnelllauf oder Biathlon. Aber dann ist auch schon fertig. Wenn ich dann Sachen höre wie Ski-Slopestyle oder Ski-Halfpipe oder Snowboard-Parallel-Slalom oder Skispringen der Frauen. Naja. Ich will ja nichts sagen. Aber ich habe Söhne in im etwa gleichen Alter wie die, mir kommt’s kaum aus den Fingern, Athleten, der neuen Sportarten. Und wenn ich deren Kommentare höre. Also der meiner Söhne, zu derem Umgang mit Rau(s)chmitteln, vor, während und nach den Wettbewerben, also das meiner Söhne…..naja. Dann muss ich schon sagen, wenn ich dann dochmal so einen neuen Wettbewerb sehe…..man könnte schon meinen. Meinen Sie nicht? Alles ein bisschen Peace. Da war mir früher fast lieber, wenn’s einen Abfahrer auf der Streiff mit 130 km/h verstrichen hat. Also natürlich nicht wirklich, weil das wünscht man ja nicht mal seinem ärgsten Feind. Also höchstens dem Neuen seiner Ex. Der musste jetzt sein, sorry. Aber ich glaub Sie wissen, was ich meine.

Und dann Skispringen der Frauen! Liebe Damen. Ich gönne Euch wirklich jede Art von Emanzipation. Wirklich. Ich schwör. Ich akzeptiere sogar, wenn Sie sich auf keinen Fall mehr in die Jacke helfen lassen wollen. Alles Paletti. Aber Skispringen? Muss das sein? Also wenn Sie mich fragen….Aber tut ja keiner.

Hingegen, wo Sie noch lange Zeit mitmachen dürfen, also von mir aus, ist Curling. Finde ich eine wirklich coole Sportart. Und eine der Erotischsten für Frauen überhaupt. Und nicht das Sie jetzt denken….es ist das Gesamtbild. Teamgeist, Grazie, Power, Präzision, Eleganz, Kraft und natürlich Frau. Ich find’s wirklich Klasse.

Und einen Besen brauchts auch….aber nicht das Sie jetzt wieder denken 😉

Der rote Faden

Man kann es sehen wie man möchte. Aber gewisse Dinge ziehen sich wie ein roter Faden durch ein Leben. An diesem aufgereit, als kleine Schleifen, Knoten oder Perlen, mehr oder weniger prägende Lebensereignisse. Bild im Kopf? EIn Beispiel gefällig?

Heute am See entlang spazierend. Ich weiss. In letzter Zeit etwas gar oft….wird sich wieder ändern. Ich schwör. Weil, ein paar Enten kennen mich schon beim Namen. Also dann lieber doch nicht.

Dennoch, zurück zum Beispiel und am See entlang. Dort auch roter Faden. Egal, ob vom Bellevue oder anderer Seite her kommend. Der rote Faden hier? Strassenmusikanten. Aufgereit wie Perlen am roten Faden. Wobei Perlen…naja. Nichts gegen Strassenmusik. Wenn ich aber zum xten mal an einem Akkordeonspieler vorbei gehe, mit dem immer gleichen Repertoire…… Hab sie gezählt heute. Bellevue bis Tiefenbrunnen. 6 x Akkordeon, 1 x Sax, 2 x Combo (Contrabass, Akkordeon, Schlagzeug) und als Dreingabe zum Schluss??? Panflöte. Also bitte. Es geht vieles. Aber bei Panflöte, da setzt es aus bei mir….geht einfach gar nicht mehr. Hörsturz, Notausdruck. Und lustig. Gestern in Luzern. Auch am See. Und? Nix! Viele Touristen, KEINE Musikanten. Sind wohl alle in Zürich…am See.

Aber genug der Einleitung. Wollte ganz woanderst hin. Mein roter Faden im Leben, ist Ruedi. Resp. er hängt wie eine Perle immer mal wieder zwischen meinen Knoten und Schleifen. Immer wenn ich denke, nix geht mehr……Ruedi. Sitzt heute auf einem Stein am See. Der ja momentan relativ wenig Wasser. Sehr wenig. Sprich es tauchen auf einmal Dinge auf, die man sonst nicht sieht. Ruedi zum Beispiel. Hab ihn kaum wiedererkannt. Haben uns jetzt ja auch schon länger nicht mehr gesehen. Hat abgenommen. Gesichtsausdruck auch anders. Trinkt scheinbar auch nicht mehr. Oder zumindest weniger. Boots, Jeans, Lederjacke. Man würde ihm die 51 nicht geben. Also höchstens 49. Maximal. Und das Beste? Er tat auf einmal so, als sehe er mich garnicht. Jetzt, wer mich kennt….. Eben. Und schon sass ich neben ihm. Er ein bisschen beleidigt. Hätte ihn letztens in unserem Stammlokal ja auch nicht gesehen. Könne er aber schon verstehen. Wäre ja genug Trubel gwesen an unserem Tisch. Und von den 4 Kids die da sassen, zwei eindeutig mir zuordbar. Beim Dritten…hm. Und Viertes überhaupt nicht. Und das war jetzt wirklich spannend. Diese Konstellation an diesem Abend. Die letzten Jahre aus den Augen verloren. Und kaum andere Lebensumstände? Wie See. Weniger Wasser und es tauchen auf einmal wieder Dinge auf….. Hatte eigentlich mit meinen beiden Ältesten abgemacht. Wollte mal die Freundin des Einen kennenlernen. Der stammt aus einer, nun ja, Beziehung, quasi weit vor unserer Zeit. Und kaum sassen wir, wer kam zur Tür herein? Die Halbschwester des Ältesten, mit ihrem Vater. Und trotzt früher mal Konkurrenzsituation, heute guter Draht zueinander. Oder roter Faden. Männer sind da ja anders als Frauen. Sprich über der Sache stehen. Also Faden. Den spannten wir kreuz und quer über und unter den Tisch durch. Wer mit Wem und warum und Umstände und was draus geworden und Ziele und Wünsche und Hoffnungen und wie weiter jetzt und noch mal von Vorne und, und, und…… Wirklich spannender Abend. Sah auch Ruedi so. Und bisschen betrübt, weil selber grad keinen roten Faden. Aber sagt auf einmal was wirklich Eindrückliches.

Weisst, Du kannst als Paar auseinandergehen. Aber, sobald Du Kinder hast, wirst Du Deinen Partner nie mehr los. Weil, jedesmal, wenn der Junior Einen fahren lässt, stinkt er zu mindestens einem Drittel nach Dir, Aexel. In Deinem Fall vielleicht sogar mehr als die Hälfte….. 😉 Also wirklich, Ruedi!!

Wenn nichts mehr geht….

Ich denke, Sie kennen das. Zur Genüge. Die wohlgemeinten Unterstützungsfloskeln und -sprüche. Vonwegen, etwas als Chance begreifen und Neuanfang und so. Hat natürlich was. Das Körnchen Wahrheit. Braucht aber seine Zeit. Wie wollen Sie etwas als Chance begreifen, wenn’s schon mit dem Begreifen an und für sich hapert? Sehen Sie. Braucht seine Zeit.

Kürzlich traf ich Jemanden, dessen Credo lautet: Etwas geht immer. IMMER! Geht eine Türe zu, öffnen sich zwei Neue. Man müsse einfach Geduld haben. Und Tee trinken. Man könne sich dann in Ruhe an einen Fluss setzen und dabei zusehen, wie die Seelen seiner Widersacher an einem vorbei treiben. Mit der Zeit. Fand ich noch spannend. Zumindest den Teil mit dem Tee trinken. Weil, ich ja passionierter Kaffeetrinker. Schon immer. Und jetzt ja alles neu. Und Türe auf. Und warum nicht mal was neues probieren. Also her mit dem Tee. Und nicht irgendwelcher Tee, irgendwo. Nein, Teehaus. Muss es dann schon sein. Probiere ich also Teehäuser. Und stelle fest. Publikum ein anderes. Ganz anders. Irgendwie Peace und Love und am Fluss sitzen und warten. Jetzt, wer mich kennt…..warten nicht so ganz meine Stärke. Motto eher lieber falsch handeln als gar nicht. Aber, ich bin ja offen. Wenn also schon Neuanfang, dann vielleicht auch innere Einstellung.

Aber zurück zu Eingangs erwähntem Spruch, etwas ginge immer. Mit Betonung auf IMMER!! Den habe ich gleichentags noch widerlegt. Leider. Aber mittlerweile kennen Sie mich ja schon ein bisschen 😉

Neuanfang auch äusserlich. Ein paar Kilo weniger. Eine Dame meinte kürzlich, schön, ich lege auch äusserlich Altlasten ab. Nun gut. Soll so sein. Hat aber auch Nachteile. Quasi gewichtige. Weil, wenn weniger Gewicht, und zwar massiv weniger, dann was? Geeenau. Des Kaisers neue Kleider. Nicht das Sie jetzt denken, blutt und so. Das dann doch nicht. Daher? Neue Gardarobe. Und letztens Zeit für neue Hosen. Und Hammer, ich trage wieder Grösse 38. Hat auch etwas Gutes, dass Ganze. Also ab in ein Kaufhaus meines Vertrauens und Hosen. Und weil in letzter Zeit viele neue Gesichter und neue Menschen und so, längeres Gespräch über warum und hin und her und neuer Stil? Also nicht einfach wie früher ans Regal, Hose raus, kurz angesehen und blind gekauft. Nein, ab in die Kabine und aus gefühlten 100 neuen Stilhosen rein und wieder raus. Zuerst aus den Hosen, dann aus der Kabine, Besprechung und wieder rein. Und bei der einhundertsten Hose war’s soweit. Ich hatte das schon einmal erlebt. Und wusste darum genau, diese letzte Bewegung des Beines war diese eine Bewegung zu viel. Ich spürte direkt und ohne Umschweife, wie sich der Nerv verklemmte. Und stand wie ein Storch auf einem Bein in der Kabine. Und? NICHTS GING MEHR!! Und zwar rein GARNICHTS! Nicht mal setzen. Quasi stehen, bis der Arzt kommt. Kennt man sonst ja eher vom Trinken, den Spruch. Der kam dan auch. In Form einer Notfallärztin mit einer Spritze, von der Grösse einer 5 Liter Gieskanne. Ich erspar Ihnen den Rest. War auch für mich etwas peinlich.

Die Hosen habe ich dann aber doch noch gekauft. Weil, wenn schon am Fluss sitzen und warten, dann aber mit Stil 😉

To Beer or not to Beer

Kurze, schöpferische Pause die letzten Tage. Mehr in sich gehen als Aus. Grosse Veränderungen stehen an. Alles braucht seine Zeit. Der Blick für´s Wesentliche temporär etwas verschoben. Sprich Fokus auf anderes. Nicht mehr lange, ich schwör.

Heute kleiner Ausreisser. Eine Situation, wie ich sie liebe. Sehr eng involviert, weil am selben Tisch, aber nach aussen…stoisch. Keine Miene verziehen. Auf keinen Fall. Weil sonst…..übel. Aber extrem schwierig. Situationskomik par excellence.

Wer ab und zu mit der SBB unterwegs ist, in diesen Doppelstockzügen, kennt evtl. auch deren Bistros. Darin drei Tische (4er, 2er und 2,5er) und ein Stehtisch. Und Sie kennen evtl. auch die Abneignung vieler, nun sagen wir mal Menschen im Allgemeinen und der Schweizer im Besonderen, sich zu anderen, fremden Mitbürgern an den Tisch zu setzen. Prinzip Tram. Solange noch möglich alleine zu sitzen? Dann lieber alleine. Man könnte ja angequatscht werden. Und wohlmöglich zu einer Antwort genötigt sein. Gott behüte. Also lieber allein in seinem eigenem kleinen Makrokosmos.

Jetzt, zum Glück für mich, gibt es Leute, die sich einen Deut darum scheren. Das Ganze gewürzt, mit einem Bistro-Kellner, der sich selber auferlegt hat, nur zweimal im Jahr zu lächeln. Höchstens. Schweiz zwar Tourismus, aber bitte nicht mit allzuviel Freundlichkeit. Oder nur ganz verhalten. Lieber.

Es geht um diesen 2,5er Tisch. Ich weiss nicht, wer sich solche Dinge ausdenkt. Wer sitzt auf dem halben Platz?? Doch maximal jemand der eigenen Familie, oder der einem Nahe steht. Muss ja nicht zwingend einen Zusammenhang haben. 😉 Egal. Ich sass zuerst. Alleine. Es folgt ein Typ in meinem Alter. Auch ziemlich ähnlich von der Art her, denke ich mal. Man verstand sich, ohne Worte. Der sass dann mir gegenüber auf dem 1,5er Platz. Bestellte, und freute sich, offensichtlich, auf eine entspannte Reise. Und dann kam SIE. Gross, Zipfelmütze, zwei grosse Koffer. Touristin. Auch offensichtlich. Sehr präsent. Aber nicht unbedingt im Sinne von Geschenk. Das hatte mein Gegenüber. Weil, der halbe Platz neben ihm war der Einzige noch freie im Abteil. Und da wollte SIE hin. Ohne Widerspruch zu dulden. Weil, er regte sich kurz. Ein Widerstand. Aber nur ganz kurz. Quasi nicht nur Krim, sondern auch Bistro in Schweizer Zügen. Zwei Salzsäulen auf 1,5 Plätzen. Hammer. Nur nicht berühren. Auf keinen Fall. Und sei das Alles nicht genug, kam dann auch noch der Kellner zum Zug. Im wahrsten Sinn des Wortes. Madam hatte Hunger, wollte essen und wissen, was es gibt. Es gab die Karte. Eigentlich gab es zwei. Zuerst die Rote. Vom Kellner an Madame. Weil Madam etwas harsch. Kellner harscher. Dann gab es noch die Speisekarte. Die sagte Madam aber nicht zu. Dafür sagte sie dem Kellner, was sie gerne hätte. Der Kellner sagte lieber mal gar nichts mehr. Und dann wollte Madam ein Bier. Es standen zwei zur Auswahl. Mein Gegenüber und ich rieten ihr zu Zweitem. Was Madam zwar mürrisch, aber erstaunlicherweise doch zur Kenntnis nahm. Und kurz darauf den Kellner anblaffte, dieses Bier sei wohl alkoholfrei. Haben Sie mal sich einen Kellner, der nie lächelt, noch ernster schauen und sich verschlucken sehen? Ein Klassiker. Und sei das Alles noch nicht genug, blafft jetzt auch noch eine ältere Dame am Vierertisch einen der Herren am Zweiertisch an, er möchte nun doch endlich mal aufhören zu reden wie ein Wasserfall…

Ich komme gar nicht mehr mit mit Schreiben. Das Leben hat mich wieder 😉 Danke, Prisca